Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist am 1. April 2000 in Kraft getreten. Das heißt, dass seit über 20 Jahren Erneuerbare Energien in Deutschland gefördert werden. In diesen 20 Jahren hat sich im Bereich Erneuerbare Energien enorm viel getan – das EEG ist ein Erfolgsmodell. Photovoltaik und Windenergie haben sich durch die EEG-Förderung von teuren Nischenverfahren zu den günstigsten Formen der Energieerzeugung entwickelt. Deutschland spielt heute durch das EEG, trotz starker internationaler Konkurrenz, eine bedeutende Rolle im Bereich Erneuerbare Energien. Daher wird das EEG weltweit als Vorbild für die nationale Gesetzgebung genutzt.

Das Ziel des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist die nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung und die langfristige Minimierung der Kosten. Dafür wurden vom Jahr 2000 an, Erneuerbare Energien, wie Wind-, Solar, Biomasse-, und Wasserkraft, sowie Geothermie gefördert. Außerdem werden im EEG regelmäßig konkrete Vorgaben für die Förderung definiert. An diesen Vorgaben orientiert sich der Zubau von Erneuerbaren Energien.

EEG regelt externe Kosten der Energieerzeugung

Langfristig wird durch die Steuerung der Energieträger versucht, externe Kosten zu minimieren. Diese Kosten entstehen bei der Energieerzeugung und werden von der Allgemeinheit getragen. In dem Preis vom Kohlestrom sind zum Beispiel die Schäden durch die Verschmutzung nicht vollkommen eingepreist.  Dieser Strom kann nur so günstig sein, da nicht alle durch die Erzeugung entstehenden Kosten im Preis enthalten sind.

Erneuerbare Energien haben deutlich geringere externe Kosten als konventionelle Energieträger. Der Widerstand gegen den Windkraftausbau zeigt, dass auch die externen Effekte Erneuerbarer Energien berücksichtigt werden müssen. Unter anderem wegen dieser externen Kosten wird das Erneuerbare-Energien-Gesetz regelmäßig angepasst. Zuletzt wurde das EEG 2017 angepasst. Eine neue Aktualisierung steht kurz bevor. So soll ab 2021 zum Beispiel eine finanzielle Beteiligung der Kommunen bei neuen Windparks geregelt werden. Außerdem regelt das EEG 2020 die weitere Nutzung von Anlagen, die nach 20 Jahren Betrieb aus der Förderung fallen.

Der Kern des EEG ist die bevorzugte Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fixen Preisen. Daher haben Bürger die heute eine Photovoltaikanlage bauen ein Recht darauf, dass ihnen ihr Strom abgenommen wird. Außerdem wird dieser Strom auf 20 Jahre fix mit aktuell 8,77 Cent pro Kilowattstunde vergütet.

Die Betreiber der Anlage können durch das EEG mit sehr geringem Risiko kalkulieren.

Um die festen Vergütungen zu finanzieren wird auf den in Deutschland verkauften Strom die EEG-Umlage aufgeschlagen. Damit finanzieren wir die Energiewende. Durch den starken Zubau an Erneuerbaren Energien, ist die EEG-Umlage in den letzten Jahren gestiegen. Die eigentliche Förderung sinkt, da Erneuerbare Energien unter anderem durch das EEG immer günstiger geworden sind. Ab 2021 soll der Erlös der CO²-Bepreisung genutzt werden, um die EEG-Umlage zu senken. Die steigenden Ausgaben z.B. für Benzin werden dann über die Stromrechnung erstattet.

Die feste Vergütung von 50 Cent pro Kilowattstunde ist in den letzten 20 Jahren auf 8,77 Cent pro Kilowattstunde gesunken. In der gleichen Zeit haben sind die Preise für neue Photovoltaikanlagen auf einen Bruchteil des Preises von 2000 gesunken. Daher rentiert sich auch heute eine neue Photovoltaikanlage. Ganz besonders rentabel ist es den eigenen Strom selbst zu nutzen. Statt 8,77 Cent zu erhalten spart man hier die Bezugskosten von 30 Cent ein. Das ist fast dreieinhalb Mal günstiger. Im Erneuerbare-Energien-Gesetz ist geregelt, dass man für diesen Eigenverbrauch bis zu einer Anlagengröße von 10 KWp keine EEG-Umlage zahlt. Im Vergleich zu Fremdstrom ist der eigene Solarstrom daher gut 6 Cent günstiger.

EEG

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat Deutschland verändert. Das wird offensichtlich, wenn man zum Beispiel auf der Autobahn an Windrädern, Biogasanlagen und Photovoltaik-Freiflächenanlagen entlangfährt. Ganz besonders auffällig sind die vielen kleinen Photovoltaikanlagen, die überall auf Hausdächern montiert sind. Das EEG hat bewirkt, dass die Energieerzeugung weniger durch Konzerne, sondern vermehrt durch kleine und dezentrale (Bürger-)Anlagen erfolgt. Die Energieerzeugung ist damit vermehrt in Bürgerhand. Im Bundesdurchschnitt liegt der Anteil von Photovoltaik-Dachanlagen bezogen auf die Gesamtleistung aller Photovoltaikanlagen bei 75%. Die restlichen 25% sind  Freiflächenanlagen.  Deutschland ist weltweit durch das EEG in einer Vorreiterrolle.

Vor allem im Bereich privater Photovoltaikanlagen ist Deutschland durch das EEG in einer Führungsposition.

Das hat zu einer starken Kostenreduktion von Erneuerbaren Energien geführt, die dadurch inzwischen die günstigsten Energieerzeuger sind.

Der Effekt des EEG auf die Industrie ist bis heute umstritten. Die Strompreise sind in Deutschland  höher als in anderen Industrieländern. Besonders stromintensive Unternehmen sind daher, um die Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren, teilweise von der EEG-Umlage befreit. Gleichzeitig hat die Energiewende hunderttausende Arbeitsplätze in einer  Zukunftsbranche geschaffen. Im Jahr 2016 haben 338.600 Menschen im Bereich Erneuerbare Energien gearbeitet – das EEG hat sich in Deutschland als Jobmotor erwiesen. Deutsche Technik z.B. Wechselrichter für Photovoltaikanlagen, wird auch ins Ausland exportiert.

Die enormen Kostensenkungen im Bereich Erneuerbare Energien stimmen optimistisch für die Zukunft. Das Potential für Windkraft und Photovoltaik ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Strom auch in Zukunft noch günstiger werden wird. Inzwischen kommen die ersten Solar- und Windkraftanlagen komplett ohne EEG-Förderung aus. Das heißt, dass sich in manchen Fälle Windkraft und Photovoltaik  ohne Förderung rentiert.

Wie Sie, abgesichert durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz, von den Vorteilen moderner Dachanlagen profitieren können, erfahren Sie mit dem Apollon-Planungspaket.

Blogeintrag teilen

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on pinterest
Pinterest
Share on email
Email
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on reddit
Reddit
Share on print
Print

Kontaktieren Sie uns hier


Facebook


Linkedin


Envelope

Was Sie auch noch interessieren könnte …

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.